§ 1 Allgemeines

1.1 
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (“AGB”) gelten für alle Leistungen und Dienstleistungen der INSIDER RISK GmbH (“INSIDER RISK”). Sofern nichts anderes vereinbart wird, sind die AGB maßgeblicher Bestandteil aller zwischen INSIDER RISK und dem Vertragspartner (“Auftraggeber”) geschlossenen Verträge.

1.2 
Auftraggeber können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein. Abweichenden und/oder widersprechenden Vertragsbedingungen des Auftraggebers wird seitens INSIDER RISK ausdrücklich widersprochen und sollen nicht Vertragsbestandteil werden.

§ 2 Angebot und Vertragsabschluss

2.1 
Angebote und Kostenvoranschläge der INSIDER RISK sind grundsätzlich unverbindlich und enthalten lediglich eine Einladung an den Auftraggeber, einen entsprechenden Auftrag zu erteilen. Ein Vertragsabschluss kommt rechtswirksam einerseits durch die Annahme des Auftrages durch den Auftraggeber oder durch beidseitige Unterfertigung eines gesonderten Vertrages zustande.

2.2
Die Abtretung von Vertragsansprüchen gegen die INSIDER RISK ist nur mit schriftlicher Bestätigung durch die INSIDER RISK zulässig.

§ 3 Leistungen und Mitwirkung des Auftraggebers

3.1

INSIDER RISK stellt diverse Leistungen zur Verfügung, wie z.B. Dienstleistungen im Rahmen von Sicherheitstechnik und der Errichtung und dem Vertrieb von Sicherheitssystemen aller Art, Informationsdienstleistungen im Hinblick auf Sicherheitsrisiken, Recherche- und Analysetätigkeiten im Bereich Risikomanagement, Durchführung von Cyber Crime-Ermittlungen). Insbesondere im Bereich der Wirtschaftskriminalität, bei der Ausforschung von Hintermännern bei betrügerischen Handlungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen oder im Bereich von Cyber Crime Ermittlungen besteht die hauptsächliche Tätigkeit von INSIDER RISK in der Sammlung von gerichtsverwertbaren Beweisen. Eine Wiederbeschaffung von digitalen oder realen Vermögenswerten oder sonstiger Gegenstände erfolgt durch INSIDER RISK nicht.

Auf Wunsch des Auftraggebers kann INSIDER RISK Leistungsbeschreibungen erstellen. Hinsichtlich der von INSIDER RISK zur Verfügung gestellten Leistungen sind insbesondere die gesetzlichen Grundlagen über die Rechte und Pflichten österreichischer Berufsdetektive gemäß § 129 ff GewO einschlägig.

3.2

Vorbehaltlich einer näheren Ausgestaltung im Einzelfall beschränken sich die von INSIDER RISK zu erbringenden Dienstleistungen insbesondere auf die in § 129 Abs 1 Z 1-8 GewO definierten Tätigkeiten. INSIDER RISK schuldet daher ausschließlich die ordnungsgemäße Ausführung der vereinbarten Dienstleistungen. Für einen wie immer gearteten Erfolg des erteilten Auftrages wird nicht gehaftet.

3.3

Zur Vertragserfüllung ist INSIDER RISK zum Einsatz von Subunternehmern und Mitarbeitern seiner Wahl berechtigt und kann diese jederzeit austauschen.


3.4

Leistungen der INSIDER RISK gelten als erbracht, wenn dem Auftraggeber Feststellungen und die daraus folgenden Empfehlungen übermittelt wurden und sind von weiteren Aufträgen unabhängig.

3.5
Der Auftraggeber verpflichtet sich, der INSIDER RISK alle für die ordnungsgemäße Vertragserfüllung erforderlichen Unterlagen, Daten und sonstigen Informationen vollständig und inhaltlich richtig zur Verfügung zu stellen bzw. zu ermöglichen, dass diese durch die INSIDER RISK bearbeitet werden können. Während der Auftragserfüllung eintretende Änderungen der Daten, Informationen oder anderer für die Auftragserfüllung wichtiger Umstände sind INSIDER RISK unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Weiters verpflichtet sich der Auftraggeber alle sonstigen Maßnahmen zu unterstützen, die für die Erbringung der Dienstleistungen durch INSIDER RISK erforderlich sind.

3.6
Der Auftraggeber verpflichtet sich, der INSIDER RISK schriftlich mitzuteilen, an welche Übermittlungsadresse sowie an welche Empfangspersonen die Untersuchungsergebnisse weiterzugeben sind. Ferner ist schriftlich darzulegen, welche Übertragungsmittel (E-Mail, Cloud, Telefon, Telefax, Briefpost, Boten) gewählt und welche besonderen Vorkehrungen dabei getroffen werden sollen sowie welcher Grad der Vertraulichkeit einzuhalten ist. Mitteilungen und Versendungen durch INSIDER RISK erfolgen auf Gefahr des Empfängers.

3.7
Der Auftraggeber versichert mit seiner Unterschrift unter eine Vertragsvereinbarung, dass seine Angaben bezüglich des berechtigten Interesses an der Auftragsdurchführung den Tatsachen entsprechen und dass mit dem Auftrag keine gesetzeswidrigen, sittenwidrigen oder staatsgefährdenden Ziele verfolgt werden.

3.8
Die im Rahmen der Arbeit der INSIDER RISK erhobenen Daten können sensibler Art sein. Dies vorausgeschickt, gestattet der Auftraggeber der INSIDER RISK ausdrücklich im Rahmen des Auftrages den Zugriff und die Nutzung von Systemen und Daten, die grundsätzlich gesetzlich geschützt sind.

3.9
Eine eventuell notwendige Unterrichtung betroffener Mitarbeiter des Auftraggebers über die durchzuführenden Maßnahmen obliegt dem Auftraggeber.

3.10
Sofern der Auftrag explizite Prüf-, Test- oder Audit-Bestandteile enthält, sind Beeinträchtigungen der Systeme [PL1] nicht vollkommen auszuschließen. Der Auftraggeber erlaubt der INSIDER RISK, bei der Durchführung alle für den Auftrag notwendigen technischen und methodischen Mittel anzuwenden, außer es drohen erkennbar irreversible oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand (mehr als 3 Personentage einer Fachkraft) zu behebende Schäden oder es wurden schriftlich explizite Vereinbarungen getroffen, welche die Analyse bestimmter Daten oder die Durchführung bestimmter Vorgehensweisen ausschließen. Der Auftraggeber hält die INSIDER RISK insoweit von allen Ansprüchen Dritter schad- und klaglos und verzichtet auf die Geltendmachung eigener Ansprüche gegen die INSIDER RISK.

3.11

Sofern nichts anderes vereinbart ist, erfolgen Hilfestellungen und Mitwirkungen des Auftraggebers unentgeltlich.

§ 4 Bereitschaftsdienstleistungen

4.1
Bereitschaftsdienstleistungen umfassen die Dienstleistungen im Rahmen der Notfallhilfe durch Berater der INSIDER RISK. Ein Notfall liegt vor, wenn nach verständiger Prognoseentscheidung ohne die unmittelbare Anwendung von Dienstleistungen der INSIDER RISK dem Auftraggeber unmittelbar materieller oder immaterieller Schaden droht.


4.2

Der Auftraggeber trägt Sorge dafür, dass in Bereitschaftsfällen der oben genannten Art sinnvolle Zusammenarbeit mit allen österreichischen und ausländischen Behörden gewährleistet ist. Ein Verstoß gegen diesen Grundsatz berechtigt die
INSIDER RISK zur Kündigung des Vertrages mit sofortiger Wirkung. Sonstige Ansprüche der INSIDER RISK bleiben unberührt.

§ 5 Vertraulichkeit und Geheimhaltung

5.1
Die INSIDER RISK GmbH verpflichtet sich gegenüber dem Auftraggeber alle als vertraulich bezeichneten Daten und Informationen zu jeder Zeit nach strengen Kriterien der Informationssicherheit und dem Datenschutz zu behandeln und nicht ohne Zustimmung des Auftraggebers an Dritte weiterzugeben. Neben Geschäftsinformationen über den Auftraggeber und Daten über den Auftragsgegenstand unterliegen ebenfalls auch Informationen über die Vertragsbeziehung zur INSIDER RISK sowie zum Projekthintergrund der Geheimhaltung.

5.2
Der Auftraggeber verpflichtet sich, die von der INSIDER RISK angewendeten Arbeitstechniken sowie die dadurch gewonnenen Informationen, Erkenntnisse, Ermittlungsergebnisse oder sonstige vertragsbezogene Daten nicht ohne vorherige schriftliche Einwilligung durch die INSIDER RISK an Dritte weiterzugeben. Eventuelle Verstöße gegen diese Verpflichtung berechtigen die INSIDER RISK zur Auflösung des Vertrages aus wichtigem Grund. Die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen bleibt unberührt.

5.3

Der Auftraggeber ist weiters verpflichtet, im Rahmen des Auftrages entstehende Einzelangaben über betriebliche sowie technische und sachliche Verhältnisse an denen die INSIDER RISK ein Geheimhaltungsinteresse haben kann, geheim zu halten, soweit durch besondere Rechtsvorschrift nichts anderes bestimmt ist. Des Weiteren ist der Auftraggeber daran gebunden alle Produkt- und Geschäftsgeheimnisse, auch nach Beendigung des Vertrages, vertraulich zu behandeln, nicht an Dritte weiterzugeben und nicht für vertragsfremde Zwecke zu verwenden.

§ 6 Gewährleistung, Schadenersatz

6.1
Die INSIDER RISK übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der im Rahmen des Vertrages beschafften Informationen, den Erfolg der vorgeschlagenen Maßnahmen sowie für die Folgen von Entschließungen oder Maßnahmen des Auftraggebers, die dieser aufgrund der Berichte und Informationen der INSIDER RISK fasst. Eine Haftung von INSIDER RISK für den Erfolg eines Auftrages wird ausdrücklich ausgeschlossen.

6.2
Eine Haftung der INSIDER RISK für leichte Fahrlässigkeit wird mit Ausnahme von Personenschäden ausgeschlossen.

6.3
Die Haftung für und aufgrund von Unmöglichkeit der Leistung bedingt durch höhere Gewalt, Pandemie, einschließlich Ursachen im Rahmen militärischer Operationen oder durch behördliche Akte, wird ausgeschlossen. Der Entgeltanspruch von INSIDER RISK bleibt unberührt.

6.4
Schadensersatzansprüche gegen die INSIDER RISK verjähren innerhalb von zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Anspruchsentstehung.

6.5

Sofern es sich bei dem Auftraggeber um einen Unternehmer handelt und nicht gesetzlich eine kürzere Verjährungs- oder Präklusivfrist gilt, verfallen sämtliche Ansprüche gegen die INSIDER RISK, wenn sie nicht binnen sechs Monaten ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme vom Schaden und der Person des Schädigers oder vom sonst anspruchsbegründenden Ereignis Kenntnis erlangt, gerichtlich geltend gemacht werden, längstens aber nach Ablauf von fünf Jahren nach dem schadenstiftenden (anspruchsbegründenden) Verhalten. 

§ 7 Preise und Auslagen

7.1
Für die Leistungserbringung der INSIDER RISK gelten die Preise zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.

7.2
Die Vergütung der Beratungsleistungen ist zeitaufwandbezogen auf der Grundlage des im jeweiligen Vertrag zwischen Auftraggeber und INSIDER RISK festgelegten Nettohonorars (zzgl. Auslagen und gesetzlicher Umsatzsteuer).

Gesonderte Zuschläge, z.B. für Spät- oder Nachttätigkeiten, sind nicht zu zahlen. Reisezeiten gelten als Arbeitszeiten. Aufträge innerhalb einer festgelegten Zeit oder sonstige Honorarvereinbarungen sowie Nebenabreden bedürfen der Schriftform. Die INSIDER RISK erstellt vor der Auftragsübernahme ein Kostenprofil über die geschätzten Gesamtkosten des Projekts. Der Auftraggeber verpflichtet sich bei Vertragsabschluss 50 % der zu erwartenden Kosten vorab zu entrichten.

Reisekosten (Übernachtung, Verpflegungs- und Kommunikationskosten) und andere Auslagen werden grundsätzlich gemäß tatsächlichem Aufwand berechnet und gegen Nachweis gesondert erstattet. Für die Reise- und Fahrtkosten gelten folgende Tarife und Konditionen:

  • Für Reisen mit dem eigenen Pkw werden EUR 0,95 / Kilometer (zzgl. Umsatzsteuer) in Rechnung gestellt.
  • Die Benutzung von Mietwagen ist für die Fahrzeuge der Klasse F, P oder L zulässig.
  • Bei der Benutzung der Bahn werden Fahrtkosten der zweite Klasse ersetzt.
  • Bei Flugreisen werden die Kosten für die “Economy Class” ersetzt.

Bei Benutzung des eigenen Luftfahrzeugs werden die Kosten des sonst ersatzweise genommenen Luftfahrzeugs berechnet.

7.3
Unter einem Personentag ist ein Tag oder der überwiegende Teil der täglichen Arbeitszeit zu verstehen, während derer ein Mitarbeiter der INSIDER RISK im Rahmen des Vertrages durch Leistung von Diensten oder durch Reisetätigkeit zu Vertragszwecken in Anspruch genommen wird.

7.4
Werden Mitarbeiter der INSIDER RISK als Zeugen in Prozessen des Auftraggebers in Anspruch genommen, so ist dieser verpflichtet, der INSIDER RISK Zeitaufwand und Auslagen gemäß den vorstehenden Konditionen zu vergüten. Die vom Gericht ausgezahlte Zeugenentschädigung wird auf die Vergütung angerechnet.

§ 8 Zahlung, Aufrechnung und Zurückbehaltungsrecht

8.1
Soweit nichts anderes vereinbart ist, sind die Rechnungen der INSIDER RISK spätestens 10 Tage nach Rechnungserhalt ohne Abzug zur Zahlung fällig.

8.2

INSIDER RISK kann vom Auftragnehmer die Leistung eines Akontos verlangen. In diesen Fällen wird INSIDER RISK tätig, sobald der vertraglich vereinbarte Betrag auf dem Bankkonto von INSIDER RISK gutgeschrieben wurde.

8.3
Eine Aufrechnung mit Forderungen gegen die INSIDER RISK oder die Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts ist nur bei durch die INSIDER RISK anerkannten oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.

8.4
Die Rechnungsstellung erfolgt grundsätzlich nach jeweils zehn in Anspruch genommen Personentagen. Bei Projekten, deren Tätigkeitsdauer laut Angebot mehr als 10 Personentage umfasst, hat die INSIDER RISK zudem die Möglichkeit, eine Anzahlung in Höhe von der Hälfte der Angebotssumme bei Auftragserteilung zu verlangen. In solchen Fällen erfolgt die Rechnungstellung nach Aufbrauch der Anzahlung wiederum nach jeweils 10 in Anspruch genommen Personentagen.

§ 9 Stornierung und Kündigung

9.1
Bei Stornierung eines vom Auftraggeber erteilten Auftrages wird durch die INSIDER RISK unabhängig von der Höhe der entstandenen Kosten und der bereits erbrachten Leistungen eine Stornierungsgebühr von 50% des veranschlagten Nettoauftragsvolumens erhoben. § 7 bleibt dabei unberührt.

9.2
Die Geltendmachung von weiteren Ansprüchen bleibt vorbehalten.

§ 10 Gerichtsstand, Rechtswahl, Rechtswirksamkeit und Erfüllungsort

10.1
Ausschließlicher Gerichtsstand für allfällige Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien ist das sachlich zuständige Gericht in Salzburg/Wien.

10.2
Es gilt ausschließlich österreichisches Recht mit Ausnahme der Kollisionsnormen des Internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.

10.3

Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Das Schriftformerfordernis gilt auch für Änderungen, Aufhebungen oder einen Verzicht auf die Einhaltung dieses Punkts der AGB.

10.4

Erfüllungsort für Zahlungen des Auftraggebers ist die Geschäftsanschrift von INSIDER RISK.

§ 11 Urheberrechte und gewerbliche Schutzrechte

11.1
Der Auftraggeber ist nur berechtigt, die ihm zur Durchführung des Vertrages überlassenen Programme, Zeichnungen, Verfahrensbeschreibungen und sonstigen Unterlagen für den vertraglich vorgesehenen Gebrauch zu verwenden. Sämtliche Urheberrechte, Nutzungsrechte und sonstige Schutzrechte verbleiben bei der INSIDER RISK. Eine über den notwendigen vertraglichen Gebrauch hinausgehende Verwendung, Vervielfältigung und Überlassung an Dritte ist dem Auftraggeber nicht gestattet.

11.2
Die INSIDER RISK behält sich ihre Urheberrechte an von ihr im Rahmen des Vertrages erbrachten Leistungen oder Lieferungen ausdrücklich vor. Entsteht durch die Leistungen der INSIDER RISK ein Urheberrecht, erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich unbegrenztes Recht zur Nutzung ausschließlich im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Der Auftraggeber ist zur Unterlizenzierung und zur Weiterübertragung nicht berechtigt.

§ 12 Sonstiges

12.1
Sollte eine Bestimmung dieser AGB oder eine nachträgliche Änderung und/oder Ergänzung unwirksam, ungültig oder undurchsetzbar sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit, Gültigkeit oder Durchsetzbarkeit aller übrigen Bestimmungen nicht berührt. Im Falle der Unwirksamkeit, Ungültigkeit oder Undurchsetzbarkeit einer Bestimmung dieser AGB gilt eine dieser Bestimmung im wirtschaftlichen Ergebnis möglichst nahekommende und nicht unwirksame, ungültige oder undurchsetzbare Bestimmung als vereinbart. Dasselbe gilt für Lücken in diesen AGB.